Der Kreuzweg
Der Weg zur Kreuzkapelle führt vom Parkplatz am Fuße des Berges (siehe Anfahrt) durch eine beeindruckende Lindenallee. Am Rand dieser Allee und um die Kapelle herum stehen die 14 Stationen des Kreuzweges.
Über den Bau der aus Sandstein bestehenden Stationsstelen gibt es keine Aufzeichnungen. Schon 1769 werden jedoch – laut Kirchenrechnung – Reparaturen an den Stationen durchgeführt. Der Kreuzweg war ursprünglich mit gemalten Bildern versehen. 1867 wurden gusseiserne Kreuzwegbilder gespendet und in die Stationen eingebaut. Die Bilder wurden im Jahre 1900 koloriert und vergoldet. Einige dieser Darstellungen befinden sich heute im Dom-Museum in Hildesheim.
Die heute vorhandenen Kreuzwegbilder wurden von der Osnabrücker Künstlerin Ruth Landmann gestaltet und 1962 in die Sandsteinstelen eingesetzt. Unter den Bildern stehen Texte eines Kreuzweges der vom 78. Berliner Katholikentag 1958 stammt.
In einer Beschreibung des Kreuzweges aus den 1960-iger Jahren (Verfasser unbekannt) heißt es:
"Er ist ein ganz eigenartiges, modernes Werk, anders als die herkömmlichen Stationsbilder in unseren Kirchen. Ein Gedanke ist in den Bildern vorherrschend, nämlich: Der Satan versucht jetzt das Letzte, um Christus, der ihm „den Kopf zertreten wird“ vorher noch tüchtig zu quälen. (…) Die Bilder sind uns auf den ersten Blick fremd, weil anders als wir sie bisher gewohnt sind. Aber bei näherer Betrachtung erschließt sich uns bald der tiefe Sinngehalt der Bilder und prägt sich uns unvergesslich ein."
Feststehende Termine für Kreuzweggebete sind der Karfreitag und das Fest Kreuzerhöhung (14. September). Aber auch außerhalb dieser Zeiten gehen viele Pilger – besonders in der Fastenzeit – in stillem Gebet oder in Gruppen diesen Kreuzweg.
Alle Bilder des Ottberger Kreuzweges finden Sie im Ruth Landmann Werkverzeichnis WV - Nr. 154
Link zum Werkverzeichnis WV 154
http://www.ruth-landmann.de/werkverzeichnis/detailansicht.php?wvid=154
Weitere Informationen zu Ruth Landmann im Landmann-Archiv.
Link zum Landmann-Archiv
http://www.landmann-archiv.de/