Wallfahrtsgeschichte

Auf zur Wallfahrt nach Ottbergen

„Droben stehet die Kapelle, schauet still ins Tal hinab.“

Vorholz heißt der Höhenrücken über Ottbergen, und er schiebt sich mit als einer der letzten Ausläufer der bergigen Vorharz-Landschaft in die Norddeutsche Tiefebene hinaus. An seinem Ende bildet er geradezu einen Balkon für den vor ihr aufgestellten Altar. Unsere Vorfahren - und das gilt auch schon für die Vorchristlichen - liebten es, solche markanten Punkte in der Landschaft mit gottesdienstlichen Stätten zu schmücken.

Der Legende nach geht die Wallfahrt zur Kreuzkapelle auf eine Erscheinung des Kreuzes Christi zurück, die in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts auf dem Berg einem Schäfer zuteil wurde. Verbürgt ist, daß Pfarrer Glontz dort Anfang des 18. Jahrhunderts eine hölzerne Kapelle errichtete, in der er am Kreuzerhöhungsfest eine Andacht hielt. Unter Pfarrer Dannhausen wurde die hölzerne Kapelle 1726 durch eine steinerne ersetzt und eine zusätzliche Wallfahrt auf Karfreitag gelegt. Im Jahre 1836 schenkte Papst Gregor XVI der Kapelle eine Partikel vom Kreuze Christi. In jenen Jahren wurden auch auf dem Wege zum Berge die 14 Kreuzwegstationen aufgestellt und eine Lindenallee angepflanzt

Pilgerallee mit Kreuzwegstationen im Seitenraum

Pilgerallee mit Kreuzwegstationen